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Die wichtigsten Digital Trends für 2017


Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat 22 Experten in einer Umfrage darum gebeten, die aus ihrer Sicht wichtigsten Trends der Digitalbranche für das Jahr 2017 zu benennen.

Hier finden Sie eine Einschätzung der drei Top-Themen.

Platz 3: Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz wird unseren Alltag in Form von Assistenten wie Amazon’s Alexa, Cortana on Microsoft, Siri, Google Now oder Chat-Bots weiter durchdringen. Durch das Internet of Things (IoT) werden immer mehr Sensoren Daten über unser Leben und unsere Ungebung erfassen, und diese mit künstlichen Intelligenzen teilen. Dadurch werden wir unanhängig von gewohnten Endgeräten auch im Alltag mit dem Internet und seinen wichtigsten Akteuren (Google, Facebook, Amazon, Apple) interagieren.

Menschen werden im Kundenservice verstärkt mit Bots kommunizieren und Versuche mit autonomen Fahrzeugen werden fortgesetzt. Wir werden zunehmend das Gefühl dafür verlieren, dass wir mit Maschinen interagieren und uns allmählich an ihre Präsenz und Unterstützung im beruflichen und privaten Unfeld gewöhnen.

2017 werden virtuelle Assistenten auftauchen, die uns ahnen lassen, wie es ist, wenn Menschen durch Software ersetzt werden. Künstliche Intelligenzen werden beginnen sich miteinander auszutauschen.

Was wäre, wenn sie einander als Hindernisse bei der Erfüllung ihrer Ziele wahrnehmen?

Platz 2: Automatisierung

Abläufe wie das Einkaufen von Werbeplätzen und das Ausspielen von Werbekampagnen werden durch Programmatic Advertising immer stärker automatisiert und benötigen kaum noch menschliche Interaktionen. Die zielgenaue Adressierung einer Werbebotschaft, mit größter Aktualität und unter effizientem Einsatz des Budgets sind dabei die wichtigsten Beweggründe der Werber.

Komplette Beiträge werden von Algorithmen inhaltlich erfasst, erstellt und geteilt. Diese Vorgänge werden starken Einfluss auf politische Entwicklungen nehmen und eine wichtige Rolle bei den Wahlen im Jahr 2017 spielen. Menschen werden die von einer Software erstellten Texte nicht mehr von denen aus menschlicher Feder unterscheiden können.

Platz 1: Personalisierung und Individualisierung

Die Möglichkeit auf immer größere Datenmengen zuzugreifen und diese mit komplexen Methoden der Datenanalyse auszuwerten, erlauben es Werbung, Inhalte, Dienstleistungen und Produkte immer stärker an die Interessen der Nutzer anzupassen. Der Einzelne hat dadurch das Gefühl, dass seine individuellen Bedürfnisse verstanden und befriedigt werden und wird sich in Folge dessen noch intensiver mit derartigen Inhalten beschäftigen.

Der Mensch wird in zunehmender Form anhand von Daten und Statistiken kategorisiert. Daraus ergibt sich die Gefahr in einer Filterblase zu leben, in der Vorschläge generiert werden, die aufeinander aufbauen, den Menschen aber keine neue Inspiration liefern. Sondern ihn im Gegenteil an ein Leben mit den Algorithmen gewöhnen. Durch diese Entwicklung wird langfristig der freie Wille, nicht nur des Einzelnen, sondern unserer Gesellschaft bedroht, wie die jüngsten Wahlen in den USA beweisen.

 

Von den Themen des BVDW unabhängig identifizieren wir die beiden folgenden Trends.

 

IT-Sicherheit

Der Bedarf an Fachkräften im Bereich IT-Sicherheit wird weiter steigen. Gleichzeitig wird die Entwicklung von Algorithmen zur automatisierten Angriffserkennung und Bekämpfung weiter zunehmen. Besonders im IoT-Umfeld und im Bereich der digitalen Erpressungen wird es zu weiteren Angriffen kommen.

Augmented Reality und Virtual Reality

Facebook und einige Hardware-Hersteller werden das Thema Virtual Reality weiter voran treiben und uns neue Anwendungsfälle eröffnen. Die Marktdurchdringung wird von uns allerdings erst für 2018 erwartet. Aus unserer Sicht steht der VR-Ansatz in Konkurrenz mit dem von Google verfolgtem Paradigma „AI first“, nachdem künstliche Intelligenz im Hintergrund überall um uns herum wirken soll.

Dazu passt eher der Ansatz der Augmented Reality, den Google mit Glass und Microsoft mit HoloLens verfolgen. Für diese gibt es in der Wirtschaft, Wissenschaft und beim Militär bereits zahlreiche Anwendungsfälle.

Quellen

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